Bauservice Public

Daniel Laubscher
Dipl. Architekt HTL
Bauinspektor
Schützenweg 20.
3294 Büren a/A

Unterstützungen und Beratungen
der öffentlichen Hand im Bau- und Planungswesen

projekte


Gemälde von Joseph Plepp anno 1640; Schloss zu Büren an der Aare

Siedlungsentwicklung Büren a.A. zwischen 1800 - 1918

Inhaltsverzeichnis

Kurzer historischer Abriss der mittelalterlichen Stadtgeschichte

Um 1185 wird Büren erstmals urkundlich als "buirro" erwähnt. Papst Lucius III bestätigt darin die Besitzungen des Klosters St. Johannsen. Darunter wird auch eine "ecclesia de buirro" genannt. Die Kirche ist eine Filiale der Pfarrei Oberwil. Büren kann daher in jener Zeit kein bedeutender Ort gewesen sein. Auch bestand zu dieser Zeit noch keine befestigte Stadtanlage.
Wohlbekannt war im Mittelalter hingegen die Kirche zu Oberbüren, welche als Wallfahrtskirche / Marienkirche überregional bekannt war. Diese Kirche war für die wundervolle Wiederbelebung von toten Kindern bekannt. Für die Siedlungsentwicklung war das Gebiet um die Wallfahrtskirche jedoch erst im 20. Jahrhundert relevant. 1993 - 97 nahm der archäologische Dienst umfangreiche Ausgrabungen vor.

Um die Mitte des 13. Jahrhunderts, gründeten die Herren von Strassberg, eine in der Region ansässige Nebenlinie der Grafen von Neuenburg, an der ersten hochwassergeschützten Stelle unterhalb des Zusammenflusses von Aare und Zihl, das befestigte Städtchen Büren. Nach Überlieferung soll Berchtold I von Strassberg um 1246 der Stadt Rechte und Freiheiten geschenkt haben. In diese Zeit fällt auch der Bau der Stadtmauer. 1269 wird einem Heinrich, Schultheiss in Büren, das Recht eine Mühle zu betreiben, verliehen. Dies zeugt zumindest von Ansätzen einer Stadtverwaltung der Bürener Bürger. 1273 datiert das älteste erhaltene Stadtsiegel. In dieser Urkunde wird Büren als "munitio seu Villa" genannt. Dies ist ein sicherer Hinweis dafür, dass Büren zu dieser Zeit ein befestigter Ort war. Die Stadtgründung diente der Sicherung des Flussüberganges. Die Aarebrücke muss 1284 bereits bestanden haben, denn in einer Urkunde ist an dessen nördlichem Brückenkopf von einem "fürstbischöflichem Gerichtsplatz in Reiben" die Rede. Das linksufrige Reiben gehörte bis 1798 zum Fürstbistum Basel. Von dieser Vergangenheit zeugt heute noch der Name der "Wirtschaft zum Baselstab" bei der Brücke.

Erst 1332 wurde das Städtchen kirchlich selbständig. Im Mittelalter wechselte Büren mehrmals die Herrschaft, ehe es 1388 durch Bern und Solothurn erobert und 1393 der Stadt Bern zugesprochen wurde. Bern machte Büren zum hablichen Landstädtchen und zum Hauptort der gleichnamigen Landtvogtei. Die Bärentatze im Gemeindewappen zeugt heute davon. Aus der Frühzeit der bernischen Herrschaft stammen mehrere spätgotische Häuser. Auch das prächtige Schloss wurde durch die Berner Herrschaft zwischen 1623/25 als Residenz des Vogtes errichtet. Ein Stadtbrand zerstörte 1752 die obere Hälfte der städtischen Mittelzeile; die danach wieder aufgebauten Häuser erhielten eine einheitliche Gestalt. Beim Franzoseneinmarsch 1798 brannte die Aarebrücke ab. Über 20 Jahre blieb Büren ohne feste Verbindung zum anderen Ufer !

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